Lebens- und Sozialberatung

In Ausübung meiner Tätigkeit als Psychologe und Lebens- und Sozialberater ist es mir ein Anliegen, Menschen durch das psychologisch orientierte, sozialpädagogische Gespräch, eine Stütze in sich darstellenden Herausforderungen zu sein. Dabei geht es in Situationen, welche sowohl an das Individuum, als auch an das System rund um den Menschen hohe Anforderungen stellen, vor allem darum, die Menschen in ihren Systemen zu verstehen und mit Ihnen gemeinsam Ansätze zu finden, lebenswerte Lebenswelten zu schaffen.

Die umfassende Analyse der individuellen Lebenssituation ist in der Beratung ebenso eine tragende Säule, wie die Reflexion der Perspektive des Menschen auf seine Umwelt. Dabei ist die systemische Betrachtungsweise der individuellen Situation Basis für eine ressourcenorientierte Erarbeitung von Strategien zur Steigerung der Lebensqualität. Die Definition von Lebensqualität wird an die Bedürfnisse der KlientInnen angepasst und als Grundlage für die Zielsetzung in der Beratung gesehen. Hierzu kann eine Anamnese, welche in einer freien Übersetzung „Auflösung des Vergessens“ bedeutet, dazu führen, dass sich Menschen während der Gespräche auch wieder an bereits aufgegebene Wege und Ziele erinnern. Diese alten Bestrebungen der Menschen können ebenso für die Entwicklung neuer Perspektiven herangezogen werden, wie die Integration anderer Blickwinkel von außen und innen.

Menschen als Experten ihres bisherigen Lebens zu sehen, ist gerade zu Beginn jeder Begleitung eine der Grundhaltungen, die es zulässt, gedanklich beim Menschen zu bleiben. Dabei ist es in der Arbeit als Psychologe, als auch in jedem Beratungskontext notwendig, ganzheitlich zu verstehen was den Menschen ausmacht und nicht nur auf das Offensichtliche zu blicken. Gerade in Zeiten von gesellschaftlichen Veränderungen, die auf den Menschen bedrohlich wirken können, ist es für Helfersysteme notwendig, offen für verschiedenste Perspektiven, Ängste, Sorgen und Meinungen zu sein und dabei trotzdem positiv fördernd und unterstützend zu bleiben. Nicht zuletzt die Entwicklung einer multikulturellen Gemeinschaft, in der wir uns in Zentraleuropa in Zukunft immer mehr bewegen werden, fordert von unterstützenden Systemen auch an den soziokulturellen Hintergrund der KlientInnen angepasste Hilfe, welche Grundhaltungen unserer Gesellschaft wie Gleichberechtigung, Freiheit und Selbstbestimmtheit integriert.

Markus Schneider